www.dichtung-digital.com/2002/01/10-Simanowski

Jim Andrews' kinetisch-konkrete audio-visuelle Poesie
Roberto Simanowski

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Dessert: Ganz ohne Interaktion, ganz in sich selbst bewegt: Tiger Lily. Wer auf diese Seite kommt sieht zuerst das Gesicht eines Tigers, dann das einer schönen Frau. Ihre gedanklichen Vorfahren findet man in all den Mythen, die von der Gefahr des Begierde sprechen: Sirenen, die Hexen in Goethes Walpurgisnacht, die Nixen der Romantik, Wehrwölfe und Vampire. Vielleicht wäre die umgekehrte Verwandlungsrichtung (von der Schönen zum Tier) angemessener gewesen. Vielleicht hätte Andrews auch auf den Text neben dem Bild verzichten sollen: Die rhythmische Bewegung der Verwandlung gibt dem Ganzen auch so ausreichend sexuelle Konnotation. Die Leistung des Programmierers und Designers indess wird hier noch einmal unter Beweis gestellt.

Für die ganze Verwandlung, weitere davon und das Programm zur eigenen Verwendung: go


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